Rauchen aufgeben Schlusspunkt-Methode

Rauchen aufgeben – so werden Sie Nichtraucher: Die erfolgreichste Methode, um mit dem Rauchen aufzuhören, ist meiner Ansicht nach die „Schlusspunkt-Methode“.

Was ist hierunter genau zu verstehen? Wie der Name schon aussagt, wählt man sich einen festen Termin, einen Schlusspunkt, an dem man definitiv die letzte Zigarette raucht. Diese Methode steht im Gegensatz zur „sanften Entwöhnung“, die dem Raucher durch die Anwendung der Nikotinersatzmittel versprochen wird, oder auch zur Methode „weniger Rauchen“. Bei der Schlusspunktmethode wird ein „kalter Entzug“ durchgeführt, d.h. von einem Tag auf den anderen bekommt der Körper kein Nikotin mehr. Man könnte die Schlusspunkt-Methode vergleichen mit der Redewendung „Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende“. Die leichten körperlichen Entzugserscheinungen, die man spürt, wenn man das Rauchen spontan aufgibt, kann man allerdings nicht als Schrecken bezeichnen – wohl aber die schlimmen Krankheiten, die durch das Rauchen verursacht werden können.

Grundsätzlich halte ich die Schlusspunkt-Methode für die beste Methode um mit dem Rauchen aufzuhören. Allerdings halte ich diese Methode alleine noch nicht unbedingt für erfolgreich. Es fehlt noch an einer wesentlichen Kleinigkeit: Sie müssen auch davon überzeugt sein, dass Sie das Richtige tun!

Es gibt diverse weitere Methoden, die angewendet werden, um den Raucher von der Nikotinsucht befreien, so z.B. Hypnose, Aku-punktur, Homöopathie, Chinesische Medizin und weitere. Können diese Methoden wirksam sein, um den Raucher von seiner Sucht zu befreien? Hierzu kann ich ehrlich gesagt nichts sagen, gut möglich, dass eine der oben genannten Methoden oder auch eine andere einem Raucher hat helfen können. Ich will und kann keine dieser Methoden den Erfolg absprechen, kann sie aber auch nicht befürworten, weil ich diese nicht getestet habe.

Mit Sicherheit kann ich aber sagen, dass die Methoden „Willenskraft“ und „Nikotin-Ersatzmittel“ bei mir nicht gewirkt haben und ich diese Methoden grundsätzlich nicht für erfolgsverspre-chend halte.

Als ich einem Freund, der ebenfalls mal geraucht hatte, erzählte, dass ich jetzt Nichtraucher sei, fragte er mich nach meiner Methode. Nachdem ich kurz überlegt hatte, nannte ich ihm folgenden Namen:

„Die innere Überzeugung“.

Wie bin ich auf diesen Namen gekommen? Ich habe mir überlegt, woran meine früheren Versuche mit dem Rauchen aufgeben stets gescheitert waren. Und warum verspüre ich jetzt nach der neuen Methode kein Verlangen mehr zu rauchen? Alle meine früheren Versuche Nichtraucher zu werden hatten eine Gemeinsamkeit:

Ich wollte zwar aufhören mit dem Rauchen – aber ich war von der Sache nicht überzeugt!

Hier sind wir wieder bei der Methode „Willenskraft“. Sie können zwar viele Sachen „wollen“, aber sind Sie auch immer felsenfest davon überzeugt, dass Sie das Richtige machen?

Die Tatsachen, dass wir viele Sachen zwar „wollen“, aber dann doch nicht in die Tat umsetzen, kennen wir auch aus anderen Bereichen des Lebens. Wer kennt nicht das Problem mit den guten Vorsätzen?

– „Nach Weihnachten nehme ich endlich ab!“
– „Im neuen Jahr mache ich mehr Sport!“
– „Ich werde mehr für die Schule/Beruf machen!“
– „Ich werde mich gesünder ernähren!“
– „Ich werde meiner Frau mehr im Haushalt helfen!“
– „Ich werde mit dem Rauchen aufhören!“

Die Liste der guten Vorsätze lässt sich beliebig erweitern. Jeder von uns kennt das Problem, dass man zwar schnell gute Vorsätze fasst, aber dann diese doch nicht in die Tat umsetzt.

Der Hauptgrund, warum gute Vorsätze oft scheitern ist, dass es an der Überzeugung fehlt, man glaubt nicht richtig an eine Sache, man ist sich auch der Vorteile nicht bewusst. So verhält es sich auch mit dem Rauchen. Warum soll man aufhören zu rauchen? Bei meinen gescheiterten Versuchen, mit dem Rauchen aufzuhören, war ich offenbar nur halbherzig bei der Sache. Doch wie kann man nur halbherzig bei der Sache sein, wenn man etwas doch will?

Einer der Hauptgründe, warum ich nicht richtig bei der Sache war ist, dass ich es nicht für mich selber getan habe. Ich wollte zwar schon mit dem Rauchen aufhören, aber ich habe diesen Entschluss immer vor mir hergeschoben.

Jeder Raucher hat wohl schon oft diesen Satz gesagt: „Ich will auch irgendwann mal das Rauchen aufgeben.“

Wie man sieht, fehlt in dieser Aussage ein entscheidender Faktor, nämlich ein fester Zeitpunkt. Wann will man aufhören mit dem Rauchen? Morgen, nächsten Monat, in fünf Jahren, auf dem Friedhof? Die Frage ist, warum viele Raucher, die aufhören wollen, sich auf keinen festen Zeitpunkt festlegen wollen?

Es ist die Angst vor dem Aufhören! Was kommt, wenn ich nicht mehr rauche? Werde ich mich bei der Arbeit noch konzentrieren können? Werde ich jemals wieder Spaß haben auf einer Feier? Was soll ich mit meinen Fingern während eines Gespräches machen? Es ist die Angst vor der inneren Leere, die viele Raucher davon abhält sich auf einen Zeitpunkt festzulegen, wo sie auf-hören wollen mit dem Rauchen.

Bei meinen letzten gescheiterten Versuchen mit dem Rauchen aufzuhören, war nicht ich es, der wirklich aufhören wollte. Vielmehr kamen gut gemeinte Ratschläge aus dem Verwandten- und Bekanntenkreis, von Arbeitskollegen, oder auch Berichte in den Medien, woraufhin ich Versuche startete mit dem Rauchen aufzuhören.

Es fehlte aber stets die innere Überzeugung, dass das Rauchen eine völlig absurde Sache, eine Dummheit ist und das man mit dem Rauchen keine Vorteile erlangt, sondern nur Nachteile hat.

Sie sollten das Rauchen nur für sich selber aufgeben und nicht für andere Leute, nur zu Ihrem eigenen Nutzen!

Seien Sie in dieser Sache ein Egoist! Nur für sich selber geben Sie das Rauchen auf!

Wenn Sie jetzt allerdings mit dem Rauchen nicht in erster Linie für sich selbst aufhören, sondern für anderen Leute, dann werden Sie immer das Gefühl der „Entbehrung“ haben. Sie werden ständig das Gefühl haben auf etwas „zu verzichten“, wegen der anderen Leute und nicht weil Sie das eigentlich wollen.

Fazit:

– Sie selber müssen den Entschluss fassen Nichtraucher zu werden.
– Seien Sie davon überzeugt, dass das Rauchen keine Vorteile bringt, sondern nur Nachteile.

Rauchen aufgeben und schlank bleiben

Schlank bleiben – Ohne rauchen

Ein häufig genannter Grund, warum viele Raucher Angst haben mit dem Rauchen aufzuhören, ist die Befürchtung stark an Gewicht zuzunehmen.

Gerade von Frauen hört man häufig: „Ich will weiterhin schlank bleiben, deshalb rauche ich lieber weiter.“

Die Zigarettenindustrie fördert diese Angst vor dem Aufhören bzw. es soll durch gezielte Werbung der Eindruck vermittelt werden, dass Rauchen dünn macht. Bei der Zigarettenwerbung sieht man häufig dünne, rauchende Models, welche die Illusion vermitteln sollen: „Rauchen macht schlank und schön.“

Was ist wirklich dran? Ist der Tabak ein Schlankheitsmittel? Nimmt der Ex-Raucher automatisch an Gewicht zu, wenn er nicht mehr raucht?

Das Rauchen ist weder ein Schlankheitsmittel, noch nimmt man automatisch an Körpergewicht zu, wenn man nicht mehr raucht. Alleine durch die Tatsache, dass man nicht mehr raucht, nimmt man nicht an Körpergewicht zu.

Fakt ist: Das Rauchen beschleunigt den Stoffwechsel. Der Zigarettenrauch enthält viele Gift-stoffe, die der Stoffwechsel verarbeiten und mühsam entsorgen muss. Wenn er von dieser Schmutzarbeit entlastet wird, spart er ca. 200 Kalorien pro Tag ein. Das bedeutet, dass der Körper nach dem Rauchverzicht täglich etwa 200 Kalorien weniger verbraucht als vorher. Scheinbar arbeitet das so genannte sympathische Nervensystem von Rauchern, das auch für die Produktion des Stresshormons Adrenalin verantwortlich ist, intensiver. Außerdem braucht der Organismus von Rauchern vermutlich mehr Energie, um Nähr-stoffe aufzunehmen und zu verdauen. Dieser Effekt hält die ersten drei Monate an, dann hat der Körper sich umgestellt.

Die einfachste Strategie gegen mehr Pfunde: Weniger und dafür bewusster essen.

200 Kalorien können Sie einsparen durch den Verzicht auf:

– 1 Flasche Weizenbier
– 1 Glas Weißwein
– 0,5 Liter Cola
– 1 Salamisemmel
– 1 Paar Wiener Würstchen
– 1 Portion Pommes
– 40 Gummibärchen
– 1 Handvoll Erdnüsse
– 1/2 Tafel Bitterschokolade
– 1 Müsliriegel

Die 200 Kalorien können Sie auch verbrauchen durch körperliche Betätigung, wie

– 15 Minuten Fitnesstraining
– 15 Minuten Joggen (1 km in 5 min)
– 30 Minuten Golf
– 15 Minuten Rad fahren (25 km/h)
– 15 Minuten Schwimmen
– 30 Minuten Tanzen
– 45 Minuten Spazieren gehen

Wenn Sie also darauf achten, was Sie essen und/ oder sich etwas mehr bewegen, dann nehmen Sie auch nicht zu, wenn Sie mit dem Rauchen aufhören.

Es gibt sogar viele Ex-Raucher, die ab-genommen haben, weil Sie als Nichtraucher körperlich viel aktiver sind als vorher.

Gedanken zügeln den Appetit – Wie ein kleiner Trick gegen Heißhungerattacken helfen kann:

Schon wieder Lust auf einen Imbiss? Einfach an die letzte Mahlzeit denken, und der Heißhunger schmilzt dahin. Das ist die Folgerung aus einer Untersuchung an der Universität Birmingham (England), über die das Gesundheitsmagazin „Apotheken Umschau“  berichtet. Frühere Studien hatten zwar gezeigt, dass allein ans Essen zu denken den Hunger vergrößern kann. Nun stellten die britischen Forscher aber fest, dass dies nur für allgemeine Gedanken an etwas Leckeres gilt. Bei Tests mit weiblichen Versuchs-personen fanden sie, dass die konkrete Erinnerung an eine bestimmte Mahlzeit den gegenteiligen Effekt hat.

Verabschieden Sie sich von der Illusion, dass das Rauchen ein Schlankheitsmittel ist! Sie nehmen weder alleine durch die Tatsache ab, wenn Sie mit dem Rauchen anfangen, noch nehmen Sie automatisch zu, wenn Sie mit dem Rauchen aufhören.

Achten Sie allerdings künftig verstärkt auf Ihre Ernährungsgewohnheiten.

Frühstück statt „Coffee to go“

Der Raucher neigt dazu kleinere Mahlzeiten durch eine Zigarette zu ersetzen. Gerade das Frühstück wird oft ausgelassen. Auf dem Weg zur Arbeit wird sich dann lieber auf die Schnelle ein „Coffee to go“ geholt und dazu raucht man dann die erste Zigarette. Und Vormittags, um die Zeit zum Mittagsessen zu überbrücken, isst man hastig einen Schokoladenriegel.

Am Frühstückstisch lauern viele Kalorienbomben, dennoch sagen Wissenschaftler: Wer morgens etwas isst, bleibt im Durchschnitt schlanker als Frühstücksmuffel. Wissenschaftler der University of Minnesota fanden heraus, dass Menschen, die Morgens frühstücken insgesamt zwar mehr Kalorien am Tag aufnehmen, ins-gesamt pro Tag aber auch mehr Energie ver-brennen, als diejenigen, die auf die morgendliche Mahlzeit verzichten.

Die Forscher beobachteten das Essverhalten von mehr als 2.000 Jugendlichen über einen Zeitraum von fünf Jahren, mit dem Ergebnis, dass die Jugendlichen, die Morgens Frühstück aßen, im Schnitt um 2,3 Kilogramm schlanker als die Frühstücksmuffel waren. Woran kann das liegen? „Möglicherweise fühlten sich diejenigen, die frühstückten, weniger lethargisch“, sagte Studienleiter Mark Pereira gegenüber BBC Online. Außerdem sind am Morgen sind die Energiereserven des Körpers verbraucht. Wenn man diese nicht nachfüllt, kann der Körper ohne Frühstück weniger leisten. Des weiteren stellt sich der Stoffwechsel um und der Körper drosselt seinen Kalorienverbrauch, um Energie zu sparen. Kalorien, die später am Tage aufgenommen werden, können daher eher ansetzen.