Rauchen aufgeben und schlank bleiben

Schlank bleiben – Ohne rauchen

Ein häufig genannter Grund, warum viele Raucher Angst haben mit dem Rauchen aufzuhören, ist die Befürchtung stark an Gewicht zuzunehmen.

Gerade von Frauen hört man häufig: „Ich will weiterhin schlank bleiben, deshalb rauche ich lieber weiter.“

Die Zigarettenindustrie fördert diese Angst vor dem Aufhören bzw. es soll durch gezielte Werbung der Eindruck vermittelt werden, dass Rauchen dünn macht. Bei der Zigarettenwerbung sieht man häufig dünne, rauchende Models, welche die Illusion vermitteln sollen: „Rauchen macht schlank und schön.“

Was ist wirklich dran? Ist der Tabak ein Schlankheitsmittel? Nimmt der Ex-Raucher automatisch an Gewicht zu, wenn er nicht mehr raucht?

Das Rauchen ist weder ein Schlankheitsmittel, noch nimmt man automatisch an Körpergewicht zu, wenn man nicht mehr raucht. Alleine durch die Tatsache, dass man nicht mehr raucht, nimmt man nicht an Körpergewicht zu.

Fakt ist: Das Rauchen beschleunigt den Stoffwechsel. Der Zigarettenrauch enthält viele Gift-stoffe, die der Stoffwechsel verarbeiten und mühsam entsorgen muss. Wenn er von dieser Schmutzarbeit entlastet wird, spart er ca. 200 Kalorien pro Tag ein. Das bedeutet, dass der Körper nach dem Rauchverzicht täglich etwa 200 Kalorien weniger verbraucht als vorher. Scheinbar arbeitet das so genannte sympathische Nervensystem von Rauchern, das auch für die Produktion des Stresshormons Adrenalin verantwortlich ist, intensiver. Außerdem braucht der Organismus von Rauchern vermutlich mehr Energie, um Nähr-stoffe aufzunehmen und zu verdauen. Dieser Effekt hält die ersten drei Monate an, dann hat der Körper sich umgestellt.

Die einfachste Strategie gegen mehr Pfunde: Weniger und dafür bewusster essen.

200 Kalorien können Sie einsparen durch den Verzicht auf:

– 1 Flasche Weizenbier
– 1 Glas Weißwein
– 0,5 Liter Cola
– 1 Salamisemmel
– 1 Paar Wiener Würstchen
– 1 Portion Pommes
– 40 Gummibärchen
– 1 Handvoll Erdnüsse
– 1/2 Tafel Bitterschokolade
– 1 Müsliriegel

Die 200 Kalorien können Sie auch verbrauchen durch körperliche Betätigung, wie

– 15 Minuten Fitnesstraining
– 15 Minuten Joggen (1 km in 5 min)
– 30 Minuten Golf
– 15 Minuten Rad fahren (25 km/h)
– 15 Minuten Schwimmen
– 30 Minuten Tanzen
– 45 Minuten Spazieren gehen

Wenn Sie also darauf achten, was Sie essen und/ oder sich etwas mehr bewegen, dann nehmen Sie auch nicht zu, wenn Sie mit dem Rauchen aufhören.

Es gibt sogar viele Ex-Raucher, die ab-genommen haben, weil Sie als Nichtraucher körperlich viel aktiver sind als vorher.

Gedanken zügeln den Appetit – Wie ein kleiner Trick gegen Heißhungerattacken helfen kann:

Schon wieder Lust auf einen Imbiss? Einfach an die letzte Mahlzeit denken, und der Heißhunger schmilzt dahin. Das ist die Folgerung aus einer Untersuchung an der Universität Birmingham (England), über die das Gesundheitsmagazin „Apotheken Umschau“  berichtet. Frühere Studien hatten zwar gezeigt, dass allein ans Essen zu denken den Hunger vergrößern kann. Nun stellten die britischen Forscher aber fest, dass dies nur für allgemeine Gedanken an etwas Leckeres gilt. Bei Tests mit weiblichen Versuchs-personen fanden sie, dass die konkrete Erinnerung an eine bestimmte Mahlzeit den gegenteiligen Effekt hat.

Verabschieden Sie sich von der Illusion, dass das Rauchen ein Schlankheitsmittel ist! Sie nehmen weder alleine durch die Tatsache ab, wenn Sie mit dem Rauchen anfangen, noch nehmen Sie automatisch zu, wenn Sie mit dem Rauchen aufhören.

Achten Sie allerdings künftig verstärkt auf Ihre Ernährungsgewohnheiten.

Frühstück statt „Coffee to go“

Der Raucher neigt dazu kleinere Mahlzeiten durch eine Zigarette zu ersetzen. Gerade das Frühstück wird oft ausgelassen. Auf dem Weg zur Arbeit wird sich dann lieber auf die Schnelle ein „Coffee to go“ geholt und dazu raucht man dann die erste Zigarette. Und Vormittags, um die Zeit zum Mittagsessen zu überbrücken, isst man hastig einen Schokoladenriegel.

Am Frühstückstisch lauern viele Kalorienbomben, dennoch sagen Wissenschaftler: Wer morgens etwas isst, bleibt im Durchschnitt schlanker als Frühstücksmuffel. Wissenschaftler der University of Minnesota fanden heraus, dass Menschen, die Morgens frühstücken insgesamt zwar mehr Kalorien am Tag aufnehmen, ins-gesamt pro Tag aber auch mehr Energie ver-brennen, als diejenigen, die auf die morgendliche Mahlzeit verzichten.

Die Forscher beobachteten das Essverhalten von mehr als 2.000 Jugendlichen über einen Zeitraum von fünf Jahren, mit dem Ergebnis, dass die Jugendlichen, die Morgens Frühstück aßen, im Schnitt um 2,3 Kilogramm schlanker als die Frühstücksmuffel waren. Woran kann das liegen? „Möglicherweise fühlten sich diejenigen, die frühstückten, weniger lethargisch“, sagte Studienleiter Mark Pereira gegenüber BBC Online. Außerdem sind am Morgen sind die Energiereserven des Körpers verbraucht. Wenn man diese nicht nachfüllt, kann der Körper ohne Frühstück weniger leisten. Des weiteren stellt sich der Stoffwechsel um und der Körper drosselt seinen Kalorienverbrauch, um Energie zu sparen. Kalorien, die später am Tage aufgenommen werden, können daher eher ansetzen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.