Lohnt sich eine Berufsunfähigkeitsversicherung eigentlich?

Als eine der wichtigsten Versicherungen, die eine Erwerbstätiger haben soll, wird immer wieder die Berufsunfähigkeitsversicherung genannt – kurz auch BU.

Im Falle einer dauerhaften Berufsunfähigkeit soll diese Versicherung monatlich anstelle des Gehaltes einen vereinbarten Betrag zahlen, z.B. monatlich 1.500 Euro. Die Versicherung soll vertragsgemäß zahlen, wenn der ausgeübte Beruf dauerhaft nicht mehr ausgeübt werden kann und der Versicherungsnehmer auch nicht in einem vergleichbaren Beruf arbeiten kann. Je nach Grad der Verhinderung zahlt die Versicherung den vollen Betrag oder einen anteiligen Betrag, z.B. wenn eine Teilzeitbeschäftigung möglich und zumutbar ist.

Die BU zählt zu den sogenannten Risikoversicherungen, d.h. die Versicherung zahlt bei Eintritt des Ereignisses – oder auch nicht! Das ist nämlich genau das, was gegen eine Berufsunfähigkeitsversicherung spricht. Man hört immer wieder, dass Versicherungen bei Berufsunfähigkeit sich erstmal weigern zu zahlen und vor Gericht prozessieren. Aber das sollen ja nur die schwarzen Schafe unter den Versicherungen machen. Also für wen lohnt sich eine BU Versicherung? Generell sollte derjenige eine Absicherung der Berufsunfähigkeit in Betracht ziehen, der andere Leute zu versorgen hat, z.B. eine Familie. Und für Singles, lohnt sich da eine BU-Versicherung? Das muss man vom Einzelfalle abhängig machen und von der Art der Arbeit und wie wahrscheinlich eine mögliche Berufsunfähigkeit ist. Jemand, der in einem Gefahrenbereich arbeitet, z.B. auf dem Bau, wird ein höheres Risiko haben als jemand, der einen ruhigen Posten in der Aktenverwaltung tätigt. Ein Kompromiss wäre aber eine BU mit einer kleineren Versicherungssumme abzuschließen, damit man im Falle der Fälle nicht auf Sozialhilfe angewiesen ist. Fazit: Ob sich eine Berufsunfähigkeitsversicherung lohnt, muss im Einzelfalle geprüft werden.

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